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MKO SONGBOOK

Mit seiner Reihe „MKO Songbook“ verfolgt das MKO in Kooperation mit „Schwere Reiter“ drei programmatische Ansätze: Zum einen sollen aus München stammende und hier tätigen Komponisten in der „Werkraum“-Atmosphäre des Schwere Reiter in neuen Kontexten zu erleben sein. Darüber hinaus laden die Konzerte zu Wiederbegegnungen mit exemplarischen Werken des modernen Streichorchesterrepertoires ein. Und schließlich möchte das MKO Kompositionen präsentieren, die eigens für das Orchester geschrieben wurden und teilweise längst das Repertoire auch anderer Ensembles bereichern.

 

Kartenpreise 20 € / 12 € (ermäßigt) Karten online über www.schwerereiter.de

 

In Kooperation mit ›scope, Spielraum für aktuelle Musik‹

SONGBOOK I 

›SEI SOLO‹

14. November 2022, 20 Uhr, Schwere Reiter

YUKI KASAI, JAMES DONG, GESA HARMS, VIKTOR STENHJEM, NINA TAKAI, SIMONA VENSLOVAITE Violine

PROGRAMM

 

NIKOLAUS BRASS
›Sei Solo‹ – Sechs Partiten für Violine solo – URAUFFÜHRUNG

Foto: Florian Ganslmeier

Nicolaus Brass

Foto: Florian Ganslmeier

Sechs Partiten für Violine allein zu einer Bilderserie von Stephanie von Hoyos (2020/2021)

Sei Solo. Italienisch gelesen heißt der Titel sowohl: „Du bist allein“ als auch: „Sechs Solostücke“. Gerade die Doppelbedeutung war es, die mich nach diesem musikhistorisch so bedeutungsvollen Titel für meine Sechs Partiten für Violine solo greifen ließ. In ersten Jahr der Corona-Pandemie war das „Du bist allein“ plötzlich eine Erfahrung, der sich keine und keiner entziehen konnte. Nie kannten wir eine solche Situation der Isolierung und Trennung. Wie auf der Suche nach einem „Abwehrzauber“ entstand in mir der Wunsch, ein Feld für eine intensive, intime und dauernde musikalische „Zwiesprache“ zu bereiten. Aber lange war ich rat- und initiativelos. Die Initialzündung kam durch eine Bilderserie von Stephanie von Hoyos, die in den ersten Monaten der Pandemie entstanden war, und in der wenige florale Bild-Motive in einer 27-gliedrigen Serie von kleinen Formaten immer wieder beharrlich durchgeführt und variiert wurden. Diese Bilderserie war der Beginn für SEI SOLO – Corona-series, einer Serie von ebenfalls insgesamt 27 musikalischen Sätzen, die ich dann in sechs mehrgliedrige Partiten zu je fünf oder sechs Sätzen ordnete. Das Stück in seiner Gesamtheit kann auch als großer Variationszyklus gelesen werden, wobei das „Thema“ erst in der 6. Partita erscheint, das ich das Thema des homo pauper (-animal pauper) genannt habe: Der arme Mensch (-das arme Tier). Die Denkfigur, des auf seine pure Existenz zurückgeworfenen und damit freien Menschen (homo pauper) war das geistige Zentrum des künstlerischen Schaffens des Münchner Bildhauers und Zeichners Thomas Lehnerer (1955 bis 1995). Dessen Verständnis des homo pauper beeinflusst seit längerem meine Arbeit.

Nikolaus Brass, Oktober 2022

SONGBOOK II 

›WALD‹

10. März 2023, 20 Uhr, Schwere Reiter

GARETH LUBBE Obertonsänger
ENNO POPPE Dirigent

PROGRAMM

 

IANNIS XENAKIS
›Syrmos‹ für 18 Streicher

 

BERND FRANKE
›Fynbos‹ für Obertonsänger, Solo-Violine, Solo-Cello und Streichorchester

 

ENNO POPPE
›Wald‹ für vier Streichquartette

Foto: Harald Hoffmann

Enno Poppe

Foto: Harald Hoffmann
Foto: Palma Fiacco

Gareth Lubbe

Foto: Palma Fiacco

Gareth Lubbe

Gareth Lubbe, geboren in Johannesburg (Südafrika) erhielt seine erste musikalische Ausbildung am Klavier und an der Geige im Alter von vier Jahren. Fünf Jahre später gab er in Johannesburg als Geiger sein Debüt mit Orchester, es folgten zahlreiche Preise bei regionalen und nationalen Wettbewerben. Er konzertierte ebenso als Pianist mit Südafrikas Radiosymphonieorchester und dirigierte das Johannesburg Symphonieorchester. Das Violinstudium setzte er in Deutschland fort, wo er an der Musikhochschule Köln bei Prof. Gorjan Kosuta seine Künstlerische Reifeprüfung ablegte. Später absolvierte er auf der Bratsche ein Aufbaustudium bei Prof. Barbara Westphal an der Musikhochschule Lübeck. Gareth Lubbe gastiert solistisch und als Kammermusiker in Europa, Amerika und Asien. Er folgte Einladungen des Mahler Chamber Orchestras als Solobratscher, mit dem er unter Dirigenten wie Claudio Abbado und Daniel Harding regelmäßig konzertiert und CD-Aufnahmen macht. Als gefeierter Obertonsänger tritt Gareth Lubbe weltweit auf und leitet Workshops. Zusammen mit „Doha“, seinem Trio mit dem Cellisten Claudio Bohorquez und Hayden Chisholm spielte er ein Album zugunsten der „Großen Stupa von Dharmakaya“ in den Rocky Mountains ein. 2006 und 2007 war Gareth Lubbe Solobratscher in der Königlich Flämischen Philharmonie in Antwerpen unter Phillip Herreweghe bevor er nach Leipzig ging, wo er als Solobratscher im Gewandhausorchester und als Dozent im Hauptfach Viola an der Musikhochschule tätig war. Ab April 2013 ist er Professor für Viola an der Folkwang Universität der Künste in Essen.

SONGBOOK III 

›INNER LIFE SINGS‹ – MUSIK AUS SÜDAFRIKA

25. Mai 2023, 20 Uhr, Schwere Reiter

XANDI VAN DIJK
Dirigent und Viola

PROGRAMM

 

MICHAEL MOERANE
›Della‹ für Streichorchester

 

COBI VAN TONDER
›Gala‹ für Elektronik

 

MATTHIJS VAN DIJK
›R62‹ für Viola, Kontrabass und Schlagzeug

 

ANDILE KHUMALO
›Inner life sings‹ für Streicher und Elektronik MOKALE KOAPENG ›Komeng‹ für Streichquartett

 

PRIAULX RAINIER
Sinfonia da Camera

Foto: Florian Ganslmeier

Xandi van Dijk

Foto: Florian Ganslmeier
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