SO MACHEN’S ALLE

In >So machen’s alle< (Così fan tutte) darf man ab dem 28. November 2018 das Münchener Kammerorchester erneut in Zusammenarbeit mit der Theaterakademie August Everding erleben. Die Theaterakademie präsentiert mit Mozarts lang umstrittener Oper ihre zweite Jubiläumsproduktion im Prinzregententheater. Mit dabei: sechs junge Sängerinnen und Sänger aus dem Master-Studiengang Musiktheater/Operngesang. Das Münchener Kammerorchester musiziert unter der Leitung seines Chefdirigenten Clemens Schuldt. Der Regisseur Bruno Klimek inszeniert eine eigens für die Theaterakademie August Everding erarbeitete deutsche Fassung von Mozarts Werk. Die große Bühne des Prinzregententheaters bleibt dabei unverstellt und wird zum idealen Spielraum für die sechs Sängerinnen und Sänger aus dem Studiengang Musiktheater/Operngesang. Alles in allem: Musiktheater pur!

Karten für die insgesamt sieben Aufführungen (Premiere am 28.11.2018, Folgevorstellungen am 30.11., 4.12. und 6.12.2018 sowie am 9., 11. und 13.1.2019) gibt es über den Zentralen Kartenverkauf der Bayerischen Staatstheater.

›Ich begann, indem ich auf Pergolesis Originalmanuskripten komponierte, als würde ich ein eigenes, älteres Werk bearbeiten. Ich begann ohne vorgefasste Meinungen und ästhetische Standpunkte‹, hat Igor Strawinsky über die Entstehung seines Pulcinella-Balletts bemerkt. Dass er mit dem Ausflug in die Commedia dell’arte-Welt um 1920 seine russischen Avantgardismen zurückzunehmen begann, hatte historische Gründe, schließlich musste er sich nach der russischen Revolution auf ein dauerhaftes Exil einstellen. Distanzierte Haltungen gegenüber den Modellen der Klassik allenthalben: Beim späten Strauss changieren sie zwischen Wehmut und Hoffnungsschimmern. Bei Haydn dominieren meisterhaft applizierte Regelverletzungen. Auch die sensible junge Schwedin Lisa Streich pflegt sich komponierend mit der Vergangenheit auseinanderzusetzen. Man darf gespannt sein, was sie mit den Streichern des MKO anstellt.

 

Weitere Informationen und Karten für das 3. Abonnementkonzert des Münchener Kammerorchesters am 13. Dezember

DIE NEUE SAISON 2018/19:

›VORWIEGEND HEITER‹

 

 ›Vorwiegend heiter‹ ist die Saison 2018/19 des Münchener Kammerorchesters überschrieben. ›Heiter ist ein wunderbares Wort – in sich hineinlächelnd, eher ein Zustand, fast eine Lebenseinstellung‹, so Clemens Schuldt in seinem Grußwort zu dieser Saison. ›Wir wollen einerseits den Fokus auf die lichten Momente der Musik lenken, die hellen Farben, das Schwerelose, es darf auch fröhlich, humorvoll bis sarkastisch-derb zugehen. Auf der anderen Seite betont das Wort ›vorwiegend‹ die kleinen Eintrübungen, die so oft in den fröhlichen Werken zu finden sind, die Melancholie, die manchmal mitschwingt, den ernsten Hintergrund von – auf den ersten Blick – unbeschwerten Werken‹. Dem allgemein verbreiteten Diktum, die Qualität der sogenannten Ernsten Musik bemesse sich an den Abgründen, in die sie hinabtauche, setzt das vom Künstlerischen Gremium des MKO erarbeitete Programm entgegen, dass gerade in einer aufgeklärten Heiterkeit, in anarchischem Humor, in der scheinbar zweckfreien Gelassenheit nicht nur hohe Kunst, sondern auch ein utopisches Potential steckt. All diese verschiedenen Aspekte versucht das MKO in seiner neuen Saison zu beleuchten.

Für eine Übersicht über unsere Konzerte gibt es hier den Flyer zum Download.

Menü