Photo: Marco Borggreve

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Clemens Schuldt, einer der spannendsten jungen Dirigenten Deutschlands, ist Chefdirigent des Münchener Kammerorchesters. Seine innovativen Interpretationen des klassischen und romantischen Repertoires und seine Kreativität beim Einbinden unbekannter oder moderner Stücke in die Konzertprogramme finden weitreichende Beachtung. Höhepunkte der Saison mit dem Münchener Kammerorchester sind Uraufführungen von Johannes Maria Staud, Vito Žuraj und Mártón Illés (Violinkonzert mit Patricia Kopatchinskaja), Komponistenporträts von Younghi Pagh-Paan, Klaus Huber und J. M. Staud, sowie Gastkonzerte in der Kölner Philharmonie und zur Eröffnung der Kasseler Musiktage. Solisten in München sind u.a. Arabella Steinbacher, Alexander Melnikov, The King’s Singers und Trondheim Voices.
2019/20 gibt Clemens Schuldt sein London Debüt in der Royal Festival Hall mit dem Philharmonia Orchestra und Augustin Hadelich. Er leitet außerdem erstmals das Orchester der Komischen Oper Berlin mit Christian Tetzlaff, die Bremer Philharmoniker mit Frank Peter Zimmermann, das Sinfonieorchester St. Gallen mit Kian Soltani und das Tonkünstler-Orchester. Wiedereinladungen führen ihn zu BBC Philharmonic, u.a. mit Dvořáks 7. Symphonie in der Bridgewater Hall, sowie zum BBC National Orchestra of Wales, Orchestre National du Capitole de Toulouse, Musikkollegium Winterthur und Swedish Chamber Orchestra. In Übersee debütiert er bei Oregon Symphony, Kyoto Symphony und mit Anne-Sophie Mutter beim Xi’an Symphony Orchestra.

Mit Spannung erwartete Operndebüts gibt er bei der Biennale Venedig, wo er im September 2019 George Benjamins Written on Skin mit dem Orchestra Sinfonica Nazionale della Rai leitet, und im Frühjahr 2020 an die Garsington Opera. Hier dirigiert er The English Concert in einer Neuproduktion von Mozarts Mitridate mit Elizabeth Watts und Robert Murray in den Hauptrollen. Großen Anklang fand Ende 2018 die Neuproduktion von Così fan tutte mit dem Münchener Kammerorchester und der Bayerischen Theaterakademie. Schuldt war zwei Jahre Conductor in Residence am Staatstheater Mainz und leitete Neuproduktionen von Bellinis Norma, Glucks Armide, Gounods Faust und Verdis Rigoletto, sowie Vorstellungen von Wagners Der fliegende Holländer. Frühere Opernengagements führten ihn nach Innsbruck, Gelsenkirchen und Osnabrück.
Clemens Schuldt dirigierte bereits namhafte Orchester wie das Deutsche Symphonie-Orchester Berlin, die Radio-Sinfonieorchester des WDR, SWR und ORF, Bamberger Symphoniker, Royal Scottish National Orchestra, Bournemouth Symphony Orchestra, Netherlands Philharmonic Orchestra, Orchestre de la Suisse Romande, Lahti Symphony, Norwegian National Opera Orchestra, Polish National Radio Symphony Orchestra, Orchestre Philharmonique de Strasbourg, Orquesta Sinfónica de Galicia und Orquestra Sinfónica de Barcelona, sowie das North Carolina Symphony Orchestra, Yomiuri Nippon Symphony Orchestra, New Japan Philharmonic, Tasmanian Symphony Orchestra und Hong Kong Sinfonietta.
2010 gewann er den renommierten Donatella Flick Dirigierwettbewerb in London und war ein Jahr lang Assistant Conductor des London Symphony Orchestra, wo er mit Dirigenten wie Sir Colin Davis, Valery Gergiev und Sir Simon Rattle arbeitete. Der gebürtige Bremer studierte zunächst Violine und spielte beim Gürzenich-Orchester Köln und bei der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen. Im Anschluss daran absolvierte er ein Dirigierstudium in Düsseldorf, Wien und Weimar.

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