
Saison 26|27 ›HEIMAT(EN)‹
Kaum ein Wort, kaum ein Begriff scheint bei uns ähnlich unterschiedliche, ja kontroverse Reaktionen auszulösen wie das Wort ›Heimat‹. Schon bald wird klar, dass ›Heimat‹ für jeden von uns etwas ande- res ist, ein – meist fragiles – Konglomerat aus Emotionen, (Kindheits-)Erinnerungen, Erfahrungen, Sehnsüchten und Projektionen. Folgt man dem Regisseur Edgar Reitz, ist ›Heimat‹ immer schon da, unabhängig von uns Einzelnen und für jeden von uns untrennbar mit anderen Menschen, einer Ge- meinschaft verbunden. Viele erleben aber ›Heimat‹ völlig anders: als ausgrenzendes Schlagwort, das alle, die nicht ›dazugehören‹, bedroht: ›Eure Heimat ist unser Albtraum‹ ist der Titel einer unlängst erschienenen Anthologie, die sich gegen einen sich wieder ausbreitenden, völkisch verklärten Heimat-Begriff wendet.
Wir freuen uns, diese ›Heimat(en)‹ mit Ihnen zusammen zu erkunden!
Ihr Münchener Kammerorchester
Künstlerisches Gremium: Florian Ganslmeier, Philipp Ernst, David Schreiber, Nancy Sullivan, Daniel Giglberger, Yuki Kasai
IM FOKUS 2026/27
SARAH ARISTIDOU
Die Sopranistin Sarah Aristidou, die auf einzigartige Weise Kunstgesang mit archaisch-vokalen Ausdrucksformen zu verbinden weiß, wird in dieser Saison in zwei Abokonzerten sowie in einer Produktion der Bayerischen Staatsoper gemeinsam mit dem MKO zu erleben sein und steht somit ›Im Fokus‹.
Beim 2. Abonnementkonzert unter Leitung von Bas Wiegers singt sie mit dem MKO Claude Viviers „Lonely Child“ für Sopran und Kammerorchester. Unter Leitung von Cellist Nicolas Altstaedt sing sie Andreas Tsiartas „Lamento turco“ im 8. Abonnementkonzert.
Nach der gemeinsamen Aufnahme von Thomas Larchers ›The Living Mountain‹ für Sopran und Ensemble war sie in unserer Abonnementkonzertreihe für dessen Deutsche Erstaufführung zu Gast. An diesem Abend wurde sie zudem wurde sie zudem mit dem Belmont-Preis für zeitgenössische Musik der Forberg-Schneider-Stiftung ausgezeichnet:

Die französische Sopranistin Sarah Aristidou ist sowohl im Opern- und Konzert- bereich als auch in der Volksmusik sowie als Live-Improvisationskünstlerin gefragt. Sie zählt zu den innovativsten und kreativsten Künstlerinnen ihrer Generation und wurde 2022 als erste Sängerin mit dem Belmont-Preis für zeitgenössische Musik der Forberg-Schneider-Stiftung ausgezeichnet. In jüngster Zeit gelangen ihr bahnbrechende Darstellungen als Venus und Gepopo in György Ligetis ›Le Grande Macabre‹ in zwei gefeierten Neuproduktionen an der Wiener sowie der Bayerischen Staatsoper. Als Zerbinetta in Richard Strauss’ ›Ariadne auf Naxos‹ trat sie in Wien, Berlin, Frankfurt und Dresden auf. 2021 gab sie in Morton Feldmans ›Neither‹ ihr vielbeachtetes Debüt bei den Salzburger Festspielen; 2024 kehrte sie mit dem Klangforum Wien in Beat Furrers ›Begehren‹ als auch in Georg Friedrich Haas’ ›Koma‹ unter Leitung von Bas Wiegers dorthin zurück. Bei den Salzburger Osterfest- spielen war sie zudem mit DJ Max Cooper zu erleben. Sarah Aristidous Stimme hat mehrere Kompositionen inspiriert, darunter Aribert Reimanns ›Cinq Fragments français de Rainer Maria Rilke‹ und Jörg Widmanns ›Labyrinth IV‹. Außergewöhnliche Kritiken erhielt sie für ihre Darbietungen als Shoko in der Weltpremiere von Thomas Larchers ›Das Jagdgewehr‹, einer Koproduktion der Bregenzer Festspiele und des Aldeburgh Festival, sowie als Hanako in Toshio Hosokawas ›Hanjo‹, mit der sie ihr Debüt an der Bayerischen Staatsoper gab. Sie sang zudem in Hans Abrahamsens ›let me tell you‹ mit der Philharmonie Zuidnederland, in George Benjamins ›Mind of Winter‹ und ›Into the Little Hill‹ mit der Staatskapelle Berlin, in Matthias Pintschers ›with lilies white‹ mit dem Symphonieorchester des Bay- erischen Rundfunks sowie die Uraufführung von Brett Deans ›Ich lausche und ich höre‹ mit dem Scharoun Ensemble. Aristidou debütierte unlängst beim Cleveland Orchestra unter Franz Welser-Möst mit Poulencs ›La Voix humaine‹ und bei den BBC Proms mit dem Ensemble Intercontemporain. Sarah Aristidous Aufnahmeprojekte spiegeln ihre künstlerische Vision wider. Ihr Debüt-Album ›ÆTHER‹ wurde für den BBC Music Magazine Award nominiert, ihr Album ›Enigma‹ wurde 2024 mit dem Preis der Deutschen Schallplattenkritik ausgezeichnet. Zu den jüngsten Aufnahmen zählen Thomas Larchers ›The Living Mountain‹ mit dem Münchener Kammerorches- ter (ECM) und Max Coopers EP ›Seme‹.
NEUE MUSIKALISCHE PARTNER UND LANGJÄHRIGE WEGBEGLEITER
Neben den Associated Conductors Enrico Onofri, Bas Wiegers und Jörg Widmann steht uns eine illustre Reihe teils langjähriger Wegbegleiter zur Seite: Wir freuen uns auf Wiederbegegnungen mit Isabelle Faust, Leila Josefowicz, Nicolas Altstaedt, Anastasia Kobekina, Kristian Bezuidenhout und am Pult mit Delyana Lazarova und Kristian Sallinen.







Der Hornist Ben Goldscheider, der Bariton Christian Immler sowie die Dirigenten Brad Lubman und Vimbayi Kaziboni sind erstmals beim MKO zu erleben.



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Vergangene Mottos und Broschüren

Saison 2020/21 ›Nachbarn‹
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