28.01.2027 -  Josefowicz, Wiegers und das MKO

Josefowicz, Wiegers und das MKO

Abokonzertreihe

28.01.2027, 20 Uhr
Prinzregententheater

HEIMAT UND EMIGRATION. Nach der Ausbreitung des Faschismus in weiten Teilen Europas und dem Ausbruch des Zweiten Weltkriegs hat Béla Bartók 1940 seine ungarische Heimat, die einen großen Einfluss auf seinen Stil hatte, endgültig gen Nordamerika verlassen. Mit dem Violinkonzert Nr. 2 komponierte er 1937/38 sein letztes in Europa entstandenes Instrumentalkonzert. Als Karl-Amadeus Hartmann 1946/47 die Symphonie Nr. 4 vollendet, liegt seine Heimat in Trümmern. Während der Nazi-Zeit hatte er zwar Bayern nicht verlassen, wählte jedoch die innere Emigration. Hartmann lebte zurückgezogen in Kempfenhausen am Starnberger See, komponierte für die Schublade. Einige wenige Werke konnten im Ausland aufgeführt werden. In seiner ›Vierten‹ für Streichorchester zieht Hartmann eine persönliche Bilanz dieser Zeit. Aus dem kanadischen Ontario stammend, lebt und wirkt Trevor Grahl heute in Amsterdam. Der kanadisch-niederländische Komponist und Organist ist bekannt für eine Musik, die weit entfernte Zeiten, Epochen und Welten verbindet – eine vielschichtige Reflexion von Herkunft und Identität.

Das Konzert wird von BR-Klassik mitgeschnitten.

28.01.2027, 20 Uhr Prinzregententheater

Leila Josefowicz, Violine
Bas Wiegers, Dirigent

Programm

Trevor Grahl,
Auftragswerk des MKO und des Muziekgebouw Amsterdam (15'-20')

Béla Bartók,
Violinkonzert Nr.2, Fassung für Violine und Kammerorchester

Pause,
20min

Karl Amadeus Hartmann,
4. Sinfonie

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