
Aristidou, Altstaedt und das MKO
Abokonzertreihe
17.06.2027, 20 Uhr
Prinzregententheater
DIE HEIMAT IM INNEREN
Er liebte Böhmen. Die Heimatliebe Antonín Dvoráks beschränkt sich allerdings nicht darauf, dass er in seinen Werken Folklore verarbeitet. Das tut er zwar auch im Scherzo seiner 1884/85 komponierten ›Siebten‹, aber: Die verdüstert brodelnde, im Finale auch kämpferisch auftrumpfende Stimmung wird gemeinhin als böhmischer Freiheitskampf gegen die Habsburger Unterdrückung gedeutet. In Zypern geboren, öffnet Andreas Tsiartas mit seinem ›Lamento turco‹ von 2007 einen assoziationsreichen Raum. Der vielfach archaisch klagende Sologesang scheint mannigfach die konfliktreiche Geschichte und Gegenwart des geteilten Zypern, der Türkei und Griechenlands einzufangen. Mit einem herzzerreißenden Schrei endet das Stück. Für ihre Interpretation auf der ›Enigma‹-CD von 2023 wurde Sarah Aristidou ausgezeichnet. Mit Nicolas Altstaedt, an diesem Abend in der Doppelrolle als Dirigent und Solist,
erklingt zudem Schumanns Cellokonzert von 1850. Statt virtuosem Auftrumpfen finden wir hier kammermusikalische Intimität. Die drei Sätze gehen ineinander über und führen in die innere Heimat Robert Schumanns.
Er liebte Böhmen. Die Heimatliebe Antonín Dvoráks beschränkt sich allerdings nicht darauf, dass er in seinen Werken Folklore verarbeitet. Das tut er zwar auch im Scherzo seiner 1884/85 komponierten ›Siebten‹, aber: Die verdüstert brodelnde, im Finale auch kämpferisch auftrumpfende Stimmung wird gemeinhin als böhmischer Freiheitskampf gegen die Habsburger Unterdrückung gedeutet. In Zypern geboren, öffnet Andreas Tsiartas mit seinem ›Lamento turco‹ von 2007 einen assoziationsreichen Raum. Der vielfach archaisch klagende Sologesang scheint mannigfach die konfliktreiche Geschichte und Gegenwart des geteilten Zypern, der Türkei und Griechenlands einzufangen. Mit einem herzzerreißenden Schrei endet das Stück. Für ihre Interpretation auf der ›Enigma‹-CD von 2023 wurde Sarah Aristidou ausgezeichnet. Mit Nicolas Altstaedt, an diesem Abend in der Doppelrolle als Dirigent und Solist,
erklingt zudem Schumanns Cellokonzert von 1850. Statt virtuosem Auftrumpfen finden wir hier kammermusikalische Intimität. Die drei Sätze gehen ineinander über und führen in die innere Heimat Robert Schumanns.
17.06.2027, 20 Uhr Prinzregententheater
Sarah Aristidou, Sopran
Nicolas Altstaedt, Violoncello
Programm
Andreas Tsiartas,
„Lamento turco“ für Sopran solo
Robert Schumann,
Cellokonzert a-Moll op.129
Pause
Antonín Dvorák,
Symphonie Nr.7 d-Moll op.70 B.141


