Clemens Schuldt, der im Oktober 2016 seine erste Saison als Chefdirigent des Münchener Kammerorchesters eröffnet, machte erstmals 2010 als Gewinner des renommierten Donatella-Flick-Dirigierwettbewerbs international auf sich aufmerksam. Als Assistant Conductor des London Symphony Orchestra konnte er daraufhin ein Jahr lang eigene Projekte leiten und eng mit Dirigenten wie Sir Colin Davis, Valery Gergiev und Sir Simon Rattle zusammenarbeiten.  Ebenfalls seit 2010 war er Stipendiat des Deutschen Musikrats.

 

Der gebürtige Bremer studierte zunächst Violine an der Robert-Schumann-Hochschule in Düsseldorf und spielte beim Gürzenich Orchester Köln unter der Leitung von Markus Stenz und bei der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen unter Paavo Järvi, bevor er sich für die Dirigentenlaufbahn entschied. Sein Studium absolvierte er bei Rüdiger Bohn in Düsseldorf, Mark Stringer in Wien und Nicolás Pasquet in Weimar.

 

Inzwischen gilt Schuldt als einer der spannendsten jungen deutschen Dirigenten; er leitet Orchester wie BBC Philharmonic, Royal Scottish National Orchestra, Deutsches Symphonie-Orchester Berlin, Radio-Sinfonieorchester Stuttgart, Bamberger Symphoniker, Deutsche Kammerphilharmonie Bremen, Orchestre de Chambre de Lausanne, National Polish Radio Symphony Orchestra, Barcelona Symphony, Orchestre Philharmonique de Strasbourg, Orchestre National de Bordeaux und in Übersee das Yomiuri Nippon Symphony Orchestra sowie Hiroshima Symphony. Mit dem Lapland Chamber Orchestra hat er eine CD mit zeitgenössischer dänischer Musik eingespielt.

 

 

Neben seinen Aufgaben in München erwarten Schuldt in der Saison 2016/17 Debüts beim WDR Sinfonieorchester Köln, Radio-Sinfonieorchester Wien, Spanish National Orchestra, New Japan Philharmonic, Swedish Chamber Orchestra, Orchestre de la Suisse Romande und Den Norske Opera Orchestra. Wiedereinladungen führen ihn zum Netherlands Philharmonic Orchestra mit zwei Auftritten im Concertgebouw Amsterdam, zum Philharmonia Orchestra London und zum Scottish Chamber Orchestra.

 

Operndirigate spielen eine zunehmend wichtige Rolle in seinem künstlerischen Schaffen. Auch in der Spielzeit 2016/17 bleibt er dem Staatstheater Mainz verbunden; er leitet dort Neuproduktionen von Bellinis Norma und Glucks Armide. In der vergangenen Saison dirigierte er in Mainz Neuproduktionen von Gounods Faust und Verdis Rigoletto sowie Vorstellungen von Wagners Der fliegende Holländer. Zuvor hatte er La Traviata in Mainz, eine Neuproduktion von Faust am Tiroler Landestheater Innsbruck, Les contes d’Hoffmann am Theater Osnabrück und Rusalka am ›Musiktheater im Revier‹ Gelsenkirchen geleitet.

 

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