KOMPONISTENPORTRÄT Jörg Widmann II (*1973)

 

22. Oktober 2016, 22 Uhr, Pinakothek der Moderne, Rotunde

STEFAN SCHILLI

 Oboe

JÖRG WIDMANN

 Dirigent und Klarinette

Oktett (2004)

›180 beats per minute‹ für Streichsextett (1993)

›Drei Schattentänze‹ für Klarinette (2013)

Oboenkonzert (2009-10)

Dreifachauftritt für Jörg Widmann: Der Komponist, mit dem die Reihe in der Rotunde 2003 ihren Anfang nahm, ist nun auch der erste, dem das Münchener Kammerorchester erneut eine Nachtmusik widmet. Sein von ihm selbst dirigiertes Programm stellt zwei umfangreichere neuere Werke in den Mittelpunkt: Das 2004 entstandene Oktett ist als Pendant zu Schuberts berühmtem Werk in gleicher Besetzung konzipiert. Doch schon die Bezeichnungen der fünf Sätze – darunter auch ein ›Lied ohne Worte‹ – signalisieren, wie komplex die Vergangenheitsbezüge verschachtelt sind. Im Grunde bilden sie den Resonanzraum für sehr gegenwärtige Erfahrungsweisen – und allenthalben ›lauern dunkle Nachtgeräusche‹, so Widmann. Aus den Jahren 2009/10 stammt das Heinz Holliger, einem wichtigen Mentor des Komponisten, gewidmete Oboenkonzert, eines der besonders anspruchsvollen, bislang recht selten aufgeführten Werke. In den Erkundungen der virtuosen Potenziale von Mikrotönen, Mehrklängen und Klappengeräuschen der Schattentänze (2013) wird Jörg Widmann schließlich auch als Klarinettist zu hören sein. 

Einführungsgespräch zwischen Jörg Widmann und Clemens Schuldt, 21 Uhr, Ernst von Siemens-Auditorium 

 

Kartenpreise € 30,- / Stehplatz € 15,-

Jugendkarte (≤ 28 Jahre) € 15,-

Kartenbestellformular

Menü