KOMPONISTENPORTRÄT Kaija Saariaho (*1952)

 

11. März 2017, 22 Uhr, Pinakothek der Moderne, Rotunde

JOHN STORGÅRDS

 Violine

CLEMENS SCHULDT

 Dirigent

›Nymphéa reflection‹ für Streichorchester (2001)

›New Gates‹ für Flöte, Harfe und Viola (1996)

›Sept Papillons‹ für Violoncello (2000)

›Graal théâtre‹ für Violine und Orchester (1994)

Unter den großen Komponisten der Gegenwart ist Kaija Saariaho die Streicherkomponistin par excellence. Die im Umgang mit der Elektronik des Pariser IRCAM geschulte Sensibilität der Finnin für ebenso filigrane wie sinnliche Texturen und changierende Klangvaleurs kommt auf der Geige mit ihren immensen Möglichkeiten, immateriell flirrende Laute hervorzubringen ideal zur Geltung. Saariahos Landsmann John Storgårds hat die überarbeitete Version des horrend anspruchsvollen Violinkonzerts Ende der neunziger Jahre uraufgeführt. Den Titel Graal Théâtre entlieh die Komponisten einem Buch des Dichters Jacques Roubaud: Die Suche nach dem Tiefsten und Innersten, dem Gral, verbindet sich ihrer Vorstellung nach in diesem Konzert mit etwas Theatralischem, nach außen Gewandten. Terra memoria, das als ein großer Bogen entworfene Streicherstück von 2006, entwirft eine Art musikalischer Metapher für das Erinnern an Verstorbene: Einzelne Aspekte des Materials werden starken Transformationen unterworfen, andere bleiben völlig unverändert…

Einführungsgespräch zwischen Kaija Saariaho und Clemens Schuldt, 21 Uhr, Ernst von Siemens-Auditorium 

 

Kartenpreise € 30,- / Stehplatz € 15,-

Jugendkarte (≤ 28 Jahre) € 15,-

Kartenbestellformular

Menü