KOMPONISTENPORTRÄT Henryk Górecki (1933-2010)

 

20. Januar 2018, 22 Uhr, Pinakothek der Moderne, Rotunde

MAHAN ESFAHANI

Cembalo

CLEMENS SCHULDT

 Dirigent

›Three Pieces in Old Style‹ (1963)

›Genesis I: Elementi‹ (1962)

›Kleines Requiem für eine Polka‹ op. 66 (1993)

Konzert für Cembalo und Streichorchester (1980)

 

Seine neotonale Symphonie der Klagelieder stürmte 1993 die Popcharts; 1997 legte die britische Trip-Hop-Band Lamb eine Harmoniefolge daraus ihrem großartigen Song ›Górecki‹ zugrunde. Dabei hatte der Pole ganz anders begonnen: Unter den sogenannten Sonoristen, den an knirschenden Instrumentalgeräuschen und Clusterklängen interessierten Komponisten in den sechziger Jahren, war Henryk Górecki der allerkühnste und radikalste, wie Genesis I für Streichtrio aus dem Jahre 1962 offenbart. Dem Vorwurf, er verstehe sich nicht auf Melodisches, begegnete der vielseitige Meister nur ein Jahr später mit Drei Stücken im alten Stil, in deren sakral anmutendem Streichersatz modale Melodien und Anklänge an polnische Folklore auftauchen. Górecki wandte sich nun zusehends von der Avantgarde ab. Sein minimalistisch-repetitives Cembalokonzert von 1980 packt mit motorischer Energie. Und das Requiem für eine Polka verströmt die Nostalgie längst vergangener Glücksgefühle.  

Einführungsgespräch mit Adrian Thomas und Clemens Schuldt um 21 Uhr, Ernst von Siemens-Auditorium 

Nachtführungen jeweils vor den Konzerten um 20 Uhr
Die Teilnehmerzahl ist begrenzt und nur mit vorab gekaufter Konzertkarte möglich; Anmeldung für die Führung bis zwei Tage vor dem Konzert an programm@pinakothek.de

 

Kartenpreise € 30,- / Stehplatz € 15,-

Jugendkarte (≤ 28 Jahre) € 15,-

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