Saison 22 23 Header

ORCHESTRA BIOGRAPHY

Für seine vielfältigen und aufregenden Programme ist das Münchener Kammerorchester (MKO) weltweit bekannt und hochgeschätzt. Mit großer Offenheit und Neugier, verbunden mit einer hohen stilistischen Variabilität und exzellentem interpretatorischen Niveau, verknüpft das Ensemble Musik aus früheren Jahrhunderten assoziativ und spannungsreich mit Werken der Gegenwart. Gleichzeitig ist das MKO stets auf der Suche nach innovativen Konzertformaten und neuen kulturellen Synergien – ein unverwechselbares Profil im internationalen Orchesterleben.

 

Mit der Saison 2022/23 bricht für das MKO eine neue Zeit an: Erstmals in seiner über 70-jährigen Geschichte löst sich das Orchester von seiner bisherigen Struktur mit Chefdirigenten-Position und stellt sich neu auf. Für die nächsten drei Jahre arbeitet das Ensemble mit drei Associated Conductors zusammen; ein in dieser Form einzigartiges Modell, ist es doch weder basisdemokratisch noch auf eine Führungspersönlichkeit angelegt. Vielmehr wird mit dieser Konstellation die Eigenverantwortung und Kreativität im MKO weiter geschärft, um mit drei unterschiedlichen Künstlerpersönlichkeiten das eigene Profil und die künstlerische Qualität weiter zu schärfen.


Die drei Associated Conductors Jörg Widmann, Enrico Onofri und Bas Wiegers verkörpern geradezu ideal das weite Spektrum des Orchesters und den unbändigen Willen, der Musik vom Barock bis heute neue Dimensionen abzugewinnen. Während Jörg Widmann schon in den 1990er Jahren als Komponist und Solist eng mit dem MKO zusammengearbeitet hat, zählt Enrico Onofri als früherer Konzertmeister des Barockensembles ›Il Giardino Armonico‹ zu den Pionieren der historischen Aufführungspraxis. Als Barock-Geiger agierte auch Bas Wiegers, um die historisch informierte Sicht ebenso in der Moderne zu erproben. Zu ihnen treten eine Reihe von Musikerfreunden, mit denen das Orchester regelmäßig arbeitet, darunter Isabelle Faust, Nicolas Altstaedt, Ilya Gringolts, Vilde Frang, Christian Tetzlaff und Alexander Lonquich.


Wichtiger Bestandteil der Arbeit des Orchesters bleiben zudem Konzerte unter Leitung eines der beiden Konzertmeister Yuki Kasai und Daniel Giglberger. Den Kern des Ensembles bilden die 28 fest angestellten Streicher aus 13 verschiedenen Ländern. Mit einem Stamm erstklassiger musikalischer Gäste aus europäischen Spitzenorchestern erweitert das MKO seine Besetzung flexibel, um so auch in Hauptwerken von Klassik bis Romantik interpretatorische Maßstäbe zu setzen und sein Publikum mit seiner Energie und seinem emphatischen Eintreten für die Musik immer wieder aufs Neue zu begeistern.


1950 von Christoph Stepp gegründet, wurde das MKO von 1956 an über fast vier Jahrzehnte von Hans Stadlmair geprägt. Der Ära unter Christoph Poppen (1995–2006) folgten zehn Jahre mit Alexander Liebreich als Künstlerischem Leiter. Von 2016 bis 2022 wirkte Clemens Schuldt als Chefdirigent des Orchesters. Inzwischen obliegt die Künstlerische Leitung des MKO einem Künstlerischen Gremium, besetzt mit beiden Konzertmeistern, zwei weiteren Orchestermitgliedern sowie Geschäftsführung und Konzertplanung. Das MKO wird vom Freistaat Bayern, der Stadt München sowie dem Bezirk Oberbayern mit öffentlichen Zuschüssen gefördert. Seit der Saison 2006/07 ist die European Computer Telecoms AG (ECT) offizieller Hauptsponsor des MKO.


Das MKO legt großen Wert auf die dramaturgische Konzeption seiner Programme genauso wie auf die nachhaltige Pflege und Weiterentwicklung des Kammerorchester-Repertoires. Seit Jahrzehnten ist das MKO eine rege, einzigartige Werkstatt für das Neue und das Heute. Zahllose Werke wurden vom MKO in Auftrag gegeben bzw. uraufgeführt. Komponisten wie Iannis Xenakis, Wolfgang Rihm, Tan Dun, Chaya Czernowin, Georg Friedrich Haas, Pascal Dusapin, Erkki-Sven Tüür, Thomas Larcher, Tigran Mansurian, Salvatore Sciarrino und Jörg Widmann haben für das Ensemble geschrieben. Allein in den letzten Jahren wurden Aufträge u.a. an Beat Furrer, Milica Djordjević, Clara Iannotta, Mark Andre, Stefano Gervasoni, Márton Illés, Miroslav Srnka und Lisa Streich vergeben. In Arbeit ist aktuell ein Violinkonzert von Chaya Czernowin, ein Bratschenkonzert von Dieter Ammann sowie ein Streichorchesterwerk von Johannes Maria Staud. Seit einiger Zeit erweitert das Ensemble sein Repertoire gezielt durch Aufträge für Stücke ohne dirigentische Leitung, etwa von David Fennessy, Younghi Pagh-Paan und Samir Odeh-Tamimi.


Neben der Konzertreihe im Münchener Prinzregententheater genießen auch die ›Nachtmusiken der Moderne‹ in der einzigartigen Atmosphäre der Rotunde der Pinakothek der Moderne längst Kultstatus. Mit dem ›MKO Songbook‹ wurde zudem im Schwere Reiter in München ein Format etabliert, das Auftragswerke des MKO und Arbeiten Münchener Komponisten in den Fokus rückt. Auch kammermusikalische Formate verschiedenster Art spielen im Orchesterleben eine wichtige Rolle. Zusammen mit den Münchner Philharmonikern bringen die Musiker des MKO im Rahmen der ›BMW Clubkonzerte‹ zudem ›ihre‹ Musik in die Clubszene der Stadt und damit zu einem jungen Publikum. Musikvermittlung begreift das MKO als eine Kernaufgabe und bietet dabei ein Angebot für Jung und Alt. Als neue Institution im zukünftigen, umgebauten Gasteig Haidhausen engagiert sich das MKO auch stark in der Kulturvermittlung mit den anderen Institutionen des Gasteigs.


Die Vernetzung des Orchesters am Standort München und die Zusammenarbeit mit dort ansässigen Institutionen bilden einen Schwerpunkt der Aktivitäten des Ensembles. Wiederholte Kooperationen verbinden das MKO u.a. mit der Bayerischen Staatsoper, der Bayerischen Theaterakademie, der Münchener Biennale, der Villa Stuck, dem Haus der Kunst, dem DOK.fest München, der Schauburg, Biotopia, der LMU, der TU München sowie der Münchner Volkshochschule und der Hochschule für Musik und Theater.


Rund sechzig Konzerte pro Jahr führen das MKO auf renommierte Konzertpodien in aller Welt, darunter Tourneen nach Asien, Spanien, Skandinavien oder Südamerika. Mehrere Gastspiele unternahm das MKO in Zusammenarbeit mit dem Goethe-Institut, u.a. die aufsehenerregende Akademie im Herbst 2012 in Nordkorea, bei der das Orchester die Gelegenheit hatte, mit nordkoreanischen Musikstudenten zu arbeiten.


Bei ECM Records sind Aufnahmen des MKO mit Werken von Karl Amadeus Hartmann, Sofia Gubaidulina, Giacinto Scelsi, Valentin Silvestrov, Isang Yun und Joseph Haydn, Toshio Hosokawa und Tigran Mansurian erschienen. Neue Aufnahmen von Thomas Larcher und die Gesamtaufnahme der Klavierkonzerte von Ludwig van Beethoven mit dem Pianisten Alexander Lonquich sind bei ECM in Vorbereitung. Eine Reihe von Einspielungen mit dem MKO wurden zudem bei Sony Classical veröffentlicht, so Rossini-Ouvertüren, Mendelssohns Sommernachtstraum und 4. Symphonie sowie das Requiem von Mozart, außerdem Aufnahmen mit dem Chor des Bayerischen Rundfunks, mit der Flötistin Magali Mosnier und dem Oboisten François Leleux sowie mit Les Vents Français bei Warner. Bei NEOS sind Aufnahmen mit Musik von Georg Katzer und Friedrich Goldmann sowie Nikolaus Brass erschienen.

ORCHESTRA PHOTOS

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Konzertmeisterin Yuki Kasai

Foto: Florian Ganslmeier

Konzertmeister Daniel Giglberger

Foto: Florian Ganslmeier

ENRICO ONOFRI

Principal conductor of the Filarmonica Toscanini in Parma, principal guest conductor of the Haydn Philharmonie in Eisenstadt, associated conductor of the Orchestre National d’Auvergne, from 2022 Associated Conductor of the Münchener Kammerorchester, music director and conductor of the Academia Montis Regalis orchestra, Enrico grown up in the antique atelier of his parents in Ravenna (Italy), surrounded by the beauty of the past since the beginning of his music studies, developing hence a passion for the historical performances. As a conductor and soloist, he was so led to explore the repertoire from the 17th to the 20th century creating his personal language through the knowledge of the historical praxes, intended as extraordinary sources of inspiration for new ideas and panoramas in interpretation. His career began with an invitation from Jordi Savall to be the concertmaster of La Capella Real when he was still a student. Very soon he found himself working with groups such as the Concentus Musicus Wien, Ensemble Mosaiques, and Il Giardino Armonico, the ensemble he led as concertmaster and soloist from 1987 to 2010. In 2002 he entered upon a conductor’s career, which has brought him great acclaim and numerous invitations from orchestras, opera houses and festivals all over Europe, Japan and Canada. From 2004 to 2013 he was the principal conductor of the Divino Sospiro in Lisbon, since 2006 he’s guest conductor with the Orquesta Barroca de Sevilla, and since 2021 principal conductor of the Real Câmara Baroque Orchestra in Lisbon.

 

Invitations as conductor or as conductor in residence include orchestras such as the Akademie für Akademie für Alte Musik, Camerata Bern, Bochumer Symphoniker, Vienna Chamber Orchestra, Festival Strings Lucerne, Kammerorchester Basel, Tafelmusik Toronto, Orchestra Ensemble Kanazawa, Orchestra del Maggio Musicale Fiorentino, Real Orquesta Sinfonica de Sevilla, Orquesta de l’Opéra de Lyon, Orquesta Sinfonica de Galicia, Orchestra Metropolitana Lisbon, Real Filharmonia de Galicia, Riga Sinfonietta and more. In the opera field, he conducted opera productions at the Lyon Opéra, Teatro de la Maestranza of Sevilla, Torino Teatro Regio, Halle Staatstheater, among others, working with stage directors such as Alessio Pizzech, Mariame Clément, David Marton, Stephen Lawless.

 

He founded the chamber group Imaginarium Ensemble to perform the great Italian solo violin repertoire from the early Baroque until the Age of the Enlightenments. Imaginarium Ensemble’s CDs have been awarded many prizes. Among them, the prestigious French Diapason d’or de l’année 2020 for “Into Nature, Vivaldi’s Seasons and other sounds from Mother Earth”.

 

Enrico has performed in the world’s most famous concert halls, including the Musikverein and Konzerthaus in Vienna, Mozarteum in Salzburg, Philarmonie and Unter den Linden Opera in Berlin, Alte Oper in Frankfurt, Concertgebouw in Amsterdam, Teatro San Carlo in Naples, Carnegie Hall and Lincoln Center in New York, the Wigmore Hall and Barbican in London, Tonhalle in Zurich, Théâtre des Champs-Elysées and Théâtre du Châtelet in Paris, Auditorio Nacional in Madrid, Oji Hall in Tokyo, Osaka Symphony Hall, Teatro Colon in Buenos Aires, alongside artists like Nikolaus Harnoncourt, Gustav Leonhardt, Christophe Coin, Cecilia Bartoli, Katia and Marielle Labèque and more. Many of Enrico’s recordings with Teldec, Decca, Astrée, Naive, Deutsche Harmonia Mundi / Sony, Passacaille, Nichion, Pentatone, Winter & Winter, Opus111, Virgin, Zig Zag Territoires etc., have been awarded prestigious international prizes, such as the Gramophone Award, Grand Prix des Discophiles, Echo-Deutsche Schallplattenpreis, Premio Caecilia, Premio Fondazione Cini of Venice, La Nouvelle Academie du Disque and numerous Diapason d’Or, Choc de la Musique, 10 de Répertoire des disques compacts.

 

Enrico has been professor of baroque violin and interpretation of baroque music at conservatoire A.Scarlatti in Palermo since 1999, currently at conservatoire G.Rossini in Pesaro. He has been invited to give master classes throughout Europe, Canada, USA (Juilliard School, New York) and Japan. He’s been tutor and conductor with the EUBO (European Union Baroque Orchestra). In 2019 he’s been awarded the F.Abbiati prize as best soloist of the year.

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Enrico Onofri

Foto: Florian Ganslmeier

Enrico Onofri

Foto: Florian Ganslmeier

Enrico Onofri

Foto: Florian Ganslmeier

Enrico Onofri

Foto: Enzo Alessandra

Enrico Onofri

Foto: Chico de Luigi

JÖRG WIDMANN

Jörg Widmann gehört zu den aufregendsten und vielseitigsten Künstlern seiner Generation. Auch in der Saison 2022/23 ist er weltweit in all seinen Facetten, sowohl als Klarinettist, Dirigent und als Komponist zu erleben, unter anderem als Visiting Composer und Dirigent beim Orquestra Sinfônica do Estado de Sao Paulo, beim National Symphony Orchestra Taiwan, als Residenzkünstler der Alten Oper Frankfurt, bei der Zaterdag Matinee im Amsterdamer Concertgebouw, deSingel in Antwerpen und natürlich beim MKO als Associated Conductor.

 

Besonders seine Tätigkeiten als Dirigent weitet Jörg Widmann in dieser Saison aus. So ist er unter anderem mit dem Konzerthausorchester Berlin, dem Mozarteumorchester Salzburg, dem Royal Scottish National Orchestra, dem Barcelona Symphony Orchestra und dem Radio Filharmonisch Orkest Amsterdam zu erleben. Langjährige Kammermusikpartner wie Tabea Zimmermann, Denis Kozhukhin, Daniel Barenboim, das Schumann und das Hagen Quartett, werden zusammen mit ihm u.a. bei der Schubertiade Schwarzenberg, in der Philharmonie Paris und dem Wiener Konzerthaus musizieren.

 

Ausgebildet von Gerd Starke in München und Charles Neidich an der Juilliard School New York war der Klarinettist Jörg Widmann selbst Professor für Klarinette und Komposition an der Freiburger Musikhochschule. Seit 2017 bekleidet Widmann einen Lehrstuhl für Komposition an der Barenboim-Said Akademie Berlin. Er war Fellow des Wissenschaftskollegs zu Berlin und ist Mitglied der Bayerischen Akademie der Schönen Künste, der Freien Akademie der Künste Hamburg (2007) und der Akademie der Wissenschaften und der Literatur Mainz (2016).

 

Komposition studierte Jörg Widmann bei Kay Westermann, Wilfried Hiller, Hans Werner Henze und Wolfgang Rihm. Sein Schaffen wurde vielfach ausgezeichnet, zuletzt mit dem renommierten, nur alle zwei Jahre verliehenen Stoeger Prize der New Yorker Chamber Music Society of Lincoln Center (2009). Dirigenten wie Daniel Barenboim, Daniel Harding, Kent Nagano, Christian Thielemann, Andris Nelsons und Simon Rattle bringen seine Musik regelmäßig zur Aufführung. Orchester wie die Wiener und die Berliner Philharmoniker, das New York Philharmonic, Orchestre de Paris, BBC Symphony Orchestra und viele andere haben seine Musik uraufgeführt und regelmäßig in ihrem Konzertrepertoire.

Jörg Widmann

Foto: Florian Ganslmeier

Jörg Widmann

Foto: Marco Borggreve

Jörg Widmann

Foto: Florian Ganslmeier

Jörg Widmann

Foto: Florian Ganslmeier

Jörg Widmann

Foto: Marco Borggreve

BAS WIEGERS

Mit Esprit und undogmatischer Offenheit empfiehlt sich Bas Wiegers am Pult renommierter europäischer Orchester und Solistenensembles. Für seine detailgenaue Arbeit schöpft der Dirigent aus seiner langjährigen Erfahrung als Geiger und seiner fundierten Repertoirekenntnis vom Barock bis zur Musik von heute.

 

Genau diese programmatische Bandbreite soll in seiner neuen Funktion als Associated Conductor des Münchener Kammerorchesters, die mit der Saison 2022/23 beginnt, zum Ausdruck kommen. An der Oper Bern leitet er zur Saisoneröffnung eine Uraufführung von Georg Friedrich Haas und mit dem Klangforum Wien, dessen erster Gastdirigent er bis Sommer 2022 war, ist er bei den Tiroler Festspielen Erl (Regie Jan Lauwers) zu Gast. Des Weiteren kehrt er auf das Podium des SWR Sinfonieorchesters und des Radio Filharmonisch Orkest zurück.

 

In seiner niederländischen Heimat arbeitete Bas Wiegers u.a. mit Netherlands Philharmonic, Rotterdam Philharmonic und dem Royal Concertgebouw Orchestra. Zudem gastierte er beim Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin, WDR Sinfonieorchester, Estonian National Symphony Orchestra, und dem Konzerthausorchester Berlin, sowie auf Festivals wie Wiener Festwochen, Prague Spring Festival, Huddersfield Contemporary Music Festival, Aldeburgh Music Festival und Ruhrtriennale. Operndirigate führten ihn wiederholt an die Oper Köln, Nederlandse Opera, die Opéra national de Lorraine, und das Theater Klagenfurt.

 

Bas Wiegers ist ein geschätzter Partner für Komponisten wie Georges Aperghis, Georg Friedrich Haas, Helmut Lachenmann, Salvatore Sciarrino und Rebecca Saunders.

 

Im Anschluss an seine musikalische Ausbildung in Amsterdam und Freiburg widmete sich Bas Wiegers zunächst seiner erfolgreichen Karriere als Geiger mit Schwerpunkt in der historischen Aufführungspraxis. 2009 wurde er mit dem Dirigentenstipendium der Kersjes Foundation ausgezeichnet. Es folgten Assistenzen bei Mariss Jansons und Susanna Mälkki beim Royal Concertgebouw Orchestra, die ihn darin bestärkten, sich gänzlich auf das Dirigieren zu konzentrieren.

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Bas Wiegers

Foto: Florian Ganslmeier

Bas Wiegers

Foto: Florian Ganslmeier

Bas Wiegers

Foto: Florian Ganslmeier

Bas Wiegers

Foto: Marco Borggreve

Bas Wiegers

Foto: Marco Borggreve

BELMONT PRIZE FOR SARAH ARISTIDOU 

AWARD CEREMONY BEFORE THE MKO’S SUBSCRIPTION CONCERT ON Thursday, 10 November 2022 

Belmont Prize 2022 for Contemporary Music
Nominated Prizewinner Sarah Aristidou

Awards ceremony

Thursday, 10. Nov. 2022, 6.30 pm, Gartensaal at Prinzregententheaters, Munich
Following: 2. concert at Prinzregententheater with Sarah Aristidou (soprano) und Bas Wiegers (conductor)

 

For the first time in its history, the Belmont Prize for Contemporary Music, with its € 20,000 endowment, is being awarded to a vocalist: the French-Cypriot soprano Sarah Aristidou. Every note she sings, to quote the foundation’s board of trustees, is meticulously thought out and manifests razor-sharp intelligence, expression and sensuality. The awards ceremony will take place in the Gartensaal of the Prinzregententheater in Munich on 10 November 2022, at 6:30 pm.

 

Just a few days ago, on 26 June, Sarah Aristidou thrilled audiences at the Oper Frankfurt, singing Nausicaa in the première of Luigi Dallapicolla’s Ulisse. Her great potential quickly became evident at the International Studio of the Staatsoper ‘Unter den Linden’ (2017-19), where she impressively sang the classical repertoire, particularly Zerbinetta in Richard Strauss’s Ariadne auf Naxos. As early as 2015, while still a student, she appeared in several world premières of works by composers such as Wolfgang Rihm and Manfred Trojahn. Aribert Reimann composed his Cinq fragments lyriques especially for her, and in 2018 she stood out at the Bregenzer Festspiele in the world première of Thomas Larcher’s Das Jagdgewehr (a live recording was released on DVD in 2020). She has twice been nominated ‘Best Newcomer’ by the trade journal Opernwelt.

 

Sarah Aristidou likes to push things to the limits, as Jörg Widmann put it at the world première of his Labyrinth IV (2019), where she amply demonstrated her formidable vocal range and impressive skills to composer and audience alike. To quote Widmann: ‘I don’t believe the piece would have been possible without her and her spectacular command of the stratospheric altissimo register’.

 

Sarah Aristidou’s artistic freedom is highlighted on her first album Æther, released in 2021. The album alludes to the ‘fifth element’ that seeks to cross boundaries between epochs, and it features works from Handel to Varèse, from Debussy to Adès, accompanied by such stellar musicians as Daniel Barenboim and Emmanuel Pahud. Outside the classical scene, in late 2021 she recorded Cypriot folksongs with the German-Turkish composer and sound-sculptor Kaan Bulak; together they produced a remix with Ricardo Villalobos and Ale Hop.

 

Born in Paris in 1991, Sarah Aristidou began her musical training in Maîtrise, the children’s chorus of Radio France in Paris. She took a degree in musicology at the Sorbonne and another in music theory at the Conservatoire de Paris, after which she studied opera singing at Berlin UdK. In 2016 she received a master’s degree from the Hochschule für Musik und Theater München and the Theaterakademie August Everding, where she studied with Christiane Iven.

 

Sarah Aristidou likes to push things to the limits and explore new terrain while taking good care of her voice. After all, she explains, ‘there’s no problem at all as long I do it with the right intention and proper technique’.

 

Additional Information: www.sarah-aristidou.comwww.forberg-schneider.de

Media and Public Relations Belmont Prize: Susanne Römer • kulturkontor.roemer, belmont-preis@kulturkontor-roemer.de
Tel. +49-4103-923 68 71
Mob. +49-162-984 66 59

 

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