Bernhard Jestl, seit 1985 Geiger beim MKO, berichtet in seinem Blog von den verschiedenen MKO Tourneen.

BLOG: ON TOUR IN KOLUMBIEN

Das MKO ist ›Orchestra in Residence‹ beim ›Festival de Musica Cartagena‹

Nach der Russlandtournee im Oktober berichtet wieder Bernhard Jestl, seit 1985 Geiger beim MKO, von der Reise nach Cartagena, den Konzerten als ›Orchestra in Residence‹ vom 5. bis 9. Januar 2018, den kleinen, kulturellen Unterschieden und natürlich vom leckeren Essen!

Erster Eintrag, Dienstag 2. Januar 2018

Cartagena!

Liebe Freunde, morgen fliegt das MKO nach Cartagena in Kolumbien, kennen Sie Cartagena? Stellen Sie Südamerika sich vor und tippen Sie dann auf den nordwestlichsten Punkt des Kontinents, dann sind Sie in Cartagena – also so ziemlich. Zwischen Panama und Venezuela liegt die Stadt am Karibischen Meer. Cartagena de Indias, um genau zu sein, man soll es unterscheiden können vom viel kleineren gleichnamigen Ort im Süden Spaniens. Gegründet wurde die Stadt am 1. Juni 1533 – eine der ersten, die die Spanier seinerzeit in Südamerika gebaut haben – und gut eine Million Einwohner hat Cartagena heute, fast so groß wie München. In dieser Stadt wird jedes Jahr im Januar ein Festival veranstaltet, das ›Cartagena Festival International de Musica‹, und wir sind diesmal dabei.

Ich werde alles Merkwürdige berichten: wann immer ich Zeit habe, zum Stift zu greifen, werde ich das tun, und Sie werden sofort nachlesen können, was mir merkwürdig erscheint. Meine Zeit wird knapp sein, unser Terminplan ist sehr sehr straff, werden wir immerhin sieben Konzerte in fünf Tagen spielen: sechs unterschiedliche Programme, aber ich will nicht klagen, zu groß ist die Freude über diese feine Tournee. Nein, Sie werden in meinen Aufzeichnungen keine Fotos sehen, wer schreibt, braucht keine Bilder, und ein Fotograf benötigt keinen Text. Ich bin für das geschriebene Wort zuständig, Fotos machen können Andere besser, lesen Sie nur, das macht mehr Freude als Bilder ansehen.

Jetzt begleiten Sie uns – das Münchener Kammerorchester mit seinem Chefdirigenten Clemens Schuldt – in die Karibik: eine Woche Sommer mitten im Januar. Ich melde mich wieder aus Kolumbien,

Ihr Bernhard Jestl.

Zweiter Eintrag, Mittwochnacht 3. Januar 2018

Wir haben neue Kontrabass-flightcases! Mächtig und blitzweiß stehen sie in München am Flughafen, beherbergen sie eine wertvolle Fracht: unsere Bässe. Diesmal haben wir uns nicht lumpen lassen und nehmen unsere eigenen mit, nicht wollen wir uns auf kolumbianische Instrumente verlassen, das war doch zuletzt auf unserer Tournee etwas unerquicklich, naja, nicht kolumbianische, sondern argentinische bzw. peruanische Instrumente haben wir das letzte Mal gespielt, Sie erinnern sich? nicht so jetzt: unsere kommen mit nach Südamerika. Das ist wichtig. Also, da stehen sie und werden zum Schalter für Sperrgepäck gebracht, dort legen sie sich hin und werden verschlungen von schwarzem gefräßigem Maule. Wer zählt die Hände, durch die sie auf unseren drei Flügen gehen! Geht pfleglich um mit ihnen, wir brauchen sie, ohne Bässe geht nämlich nichts, gar nichts geht ohne Bässe.

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Bisschen vertrackt gestaltet sich der Beginn unserer Reise, können wir nämlich nicht rechtzeitig starten, weil Madrid neblig ist, und verzögert sich unser Abflug dorthin schon um eine Stunde – fatal! denn unser Zwischenhalt in Madrid soll nur eine Stunde und 50 Minuten betragen, also beunruhigt nicht nur wir, auch andere Touristen machen sich Sorgen um ihre Anschlussflüge, weitläufig außerdem ist der Madrider Flughafen, aber: wir steigen aus und rennen schnell, schnell zum nächsten Terminal: 24 min. soll der Weg dorthin betragen, sagt uns die Anzeige unterwegs. Natürlich, man muss noch einen Zug erwischen, der uns mitnimmt, fahrerlos stürzt er sich in den Tunnel; dann wieder schnell, schnell – Passkontrolle gibt es auch noch – aber erreichen wir rechtzeitig die mächtige Schlange vor Gate S 25. Gleich geht’s hinein in die neue Maschine, naja, der Abflug nach Bogotá, erfahren wir jetzt, verzögert sich um eine Stunde, und dann nochmal um 45 Minuten, da sitzen wir. Man hätte sich ja noch etwas zu essen kaufen können, denn auf dem Flug von München nach Madrid gab es gar nichts, nichts gab es, nichtmal Wasser. Also knurrenden Magens sitzen wir. Aber wir sind alle guten Mutes, nicht dass Sie meinen, wir würden jammern, die Stimmung ist gut, wir sind ganz entspannt und ruhig.

Mein Nachbar zur Rechten hat tätowierte Arme bis zur Schulter, auch Handrücken und Finger sind beschriftet, weiß ich nicht, was da steht, ist Chinesisch, die Arme voller spärlich bekleideter Weibsbilder, kein Witz, er ist aber freundlich, macht mir Platz und steht nie auf. Er schaut sich Filme an und schläft dabei ein. Zur Linken über den Gang sitzt jemand, der immer wieder in seine Noten schaut, Partituren von vorne bis hinten durcharbeitet, eine nach der anderen, das ist Clemens Schuldt, unser Dirigent. Vorne links ein Mensch, der geradeso in den Sitz passt, hat die Armlehnen hochgeklappt, um genug Platz zu haben, schläft aber die ganze Zeit, trotzdem ist sein Monitor an, dieser zeigt die Position unseres Flugzeuges über dem Atlantik: bisschen ernüchternd, schaut man nämlich nach einer Stunde wieder hin, hat das Bild sich kaum verändert. Rechts vor mir spielt eine Frau digitales Kegeln auf ihrem Bildschirm, meistens trifft sie.

Interessant? Nein? Also, wenn wir angekommen sind, werden meine Beiträge musikalischer, das verspreche ich.

Bis dahin war das Bernhard Jestl.

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Dritter Eintrag, Donnerstag 4. Januar 2018

Cartagena zeigt sich ganz in weihnachtlichem Kleide: geschmückte Weihnachtsbäume vor jedem Kaufhaus und in jeder Hotellobby, jede zweite Palme ist mit glitzernden Lichterketten blau, grün und lila umwunden, leuchtende riesenhafte Pakete, Weihnachtsmänner, Schlitten und Rentiere: alles in den grellsten Farben, an jeder Laterne zwei Glitzerschneekristalle, ja sogar Schneemänner aus Pappmaché grinsen mit ihren roten Rüben im Gesicht von manchem Balkon. Dazwischen endlose Autoschlangen, eine einzige Blechlawine wälzt sich durch die Stadt, ja sogar im historischen Zentrum hupt und schiebt sich die Kolonne dahin, haben wir mit unserem Bus gerade eine Stunde für fünf Kilometer gebraucht – fünf km/h Geschwindigkeit! Aber angekommen bei der Eröffnungparty des Festivals. Ganz in weiß gewandet alle Gäste, sehr! laute Musik und Kühlschranktemparaturen. Dazu Whisky und Champagner, winzige Häppchen auf dem Silbertablett und viele schöne Menschen.

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Mittags haben wir schon zwei Proben in unserem Saal, in welchem wir fünf Konzerte spielen werden, gemacht: schönes Theater, das Teatro Adolfo Mejia, kompetente und sehr freundliche Mitarbeiter auf der Bühne, alles klappt wie am Schnürchen, wir proben die Kleine Nachtmusik, die achte Sinfonie von Beethoven, die Prometheus-Ouvertüre und die Sinfonie Nr. 43 von Haydn. Die Stücke werden wir in den nächsten Tagen spielen und noch vieles mehr, Sie werden es rechtzeitig erfahren, oder sind Sie bereits informiert? sehr gut! Bisschen laut das Geräusch der Kimaanlage im Saal, ausgerechnet oberhalb der Bühne rattert und knattert es, dass es eine Freude ist, lieber macht man die Aircondition aus, und nach kurzer Zeit wird’s stickig, wobei das Geräusch bleibt. Das steigert sich zwischendurch noch, verschwindet jedoch nach einiger Zeit zum Glück, und uns stehen die Schweißperlen auf der Stirn, die Finger werden langsam, die Scheinwerfer brennen, aber klingt gut, der Saal, das sagt der Dirigent, der kurz in den Saal geht, um den Klang sich anzuhören, man muss aber arbeiten, das Saal schenkt uns nichts, den fehlenden Nachhall müssen wir selbst produzieren. Die Bläser spielen jetzt im Stehen, welch ein Unterschied! herrlich! schon bin ich bestens motiviert, was kurz etwas nachgelassen hat, gebe ich zu: kommt vom Jetlag. Aber dieser neue Klang mit den stehenden Bläsern hat geholfen. Zwischendurch paarmal ein Geräusch, welches Keiner identifizieren kann: stellen Sie sich einen Specht vor, der wütend auf ein Metallrohr trommelt, genauso klang es, sehr merkwürdig, wir hoffen, dass er bis zu den Konzerten verschwindet, der Specht.

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Vierter Eintrag, Freitag 5. Januar 2018 – Teil 1

Die erste Probe mit Rudolf Buchbinder, nein die einzige Probe mit ihm gestaltete sich sehr entspannt, der Solist ließ es sich nicht nehmen, ein paar launige Schnurren aus seinem Künstlerleben zu erzählen: über Auftakte von berühmten Dirigenten, da gäbe es ja ein paar Stellen in den Beethoven Klavierkonzerten, diese legendären Läufe im dritten und im zweiten….. Sehr lustig auch ein Dirigent – ich nenne hier nicht den Namen – der sich bei allen Orchestern unbeliebt gemacht hat und deshalb mit keinem zweimal aufgetreten ist, naja, Buchbinder hat viel erlebt; aber sehr freundlich zu uns, sehr entspannt, wie schon gesagt, mit ihm zu arbeiten. Wir freuen uns auf das Konzert am Abend.

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Das Meer ist ja jeden Tag anders, wer kennt das nicht, aber heute waren die Wellen hoch und die Mauern niedrig, ich weiß nicht, ob es üblich ist, dass manche Straßen knöcheltief überschwemmt sind, weil die Brecher die Mäuerchen überwinden, da ist glücklich, wer mit FlipFlops unterwegs ist. Das sind viele, aber manche tragen auch Straßenschuhe, es gibt sehr elegante Leute, die staksen dann auf Zehenspitzen und in Riesenschritten durch die Gegend, versuchen, in drei Sprüngen die Straße zu überqueren, ich habe einen gesehen, der auf Fersen mit hochgestellten Schuhspitzen durch das Wasser watete, sehr prall…. Naja, es sah eben prall aus, wie er dann auch noch seine nassen Socken befühlte, aber nein! ich mache mich keineswegs lustig, es ist nur absurd, wie so ein Orchester im kühlen Bus mitten im Verkehr steckt und Fußgänger beobachtet, oder Motorräder, die Fontänen auf der Fahrbahn erzeugen, ohne der Passanten zu achten, die an der Seite entlang hasten, nein, schlendern, denn schnell sind hier nur die Fahrzeuge, nicht die Fußgänger, die Temperaturen erlauben keinen flotten Schritt.

Ach, vom Essen soll ich erzählen, steht oben? Also gestern habe ich die Party der Schönen ganz in Weiß ja vorzeitig verlassen, viel schöner dachte ich mir die Welt da draußen, im Gegensatz zu dieser absurd kalten, wo wir hingebracht worden waren. Und wirklich, kaum hatte ich die kalte Gruft verlassen und das gelbe Armband, das mich als Mitglied dieses Clubs auswies, abgestreift – weg und in die Gosse damit! – umfing mich die sehr warme feuchte Nachtluft der Stadt: Herrlich zu wandern durch die kleinen Gassen, Musik aus den verschiedenen Lokalen zu hören, auf der Parkbank zu sitzen, nur sitzen und schauen, dann einen Fisch zu essen – catch of the day – wunderbar gegrillt mit Salat, wie schön kann das sein.

Das war – aus dem Hotelsofa ganz in Vorfreude auf das erste Konzert – Ihr

Bernhard Jestl.

Fünfter Eintrag, Freitag 5. Januar 2018 – Teil 2

Abends um elf nach dem Konzert wieder sitzend auf meinem Sofa; es ist nicht leicht zu berichten über unser Konzert, wenn vor dem Fenster direkt unter mir die Poolparty dröhnt!!! Starke Lautsprecher bringen mein Sofa zum wackeln, hopsen weiß gewandete Menschen sinnlos herum, schauen alle in eine Richtung, denn gibt es einen Vortänzer, der die mächtigen Klänge noch übertönt mit Gebrüll und hopp! alle hechten nach links einen Schritt, weil er’s vorgemacht hat, dann wieder zurück, und: Rechtsdrehung! Hände an die Knie und dasselbe nochmal, jetzt Blick zum Meer – ich glaube, Sie kennen dieses Lied, wenn nicht, seien Sie zufrieden, versuchen Sie nicht, es kennen zu lernen, lehnen Sie sich entspannt zurück und lesen Sie weiter, denn wir haben gespielt: Haydn Concertante für Oboe, Violine, Violoncello und Fagott, Mozart g-moll Sinfonie und das dritte Klavierkonzert von Beethoven mit Rudolf Buchbinder.

Tolles Publikum! alle fröhlich, begeistert, zufrieden, voller Saal, viel Applaus, Bravorufe, Zugabe, Einladung vom deutschen Botschafter. Nein, zu schnell, also nochmal. Zuerst die Hymnen von Deutschland und Kolumbien – erstere gespielt von unseren Stimmführern original aus dem Kaiserquartett, dann das ganze Orchester die kolumbianische mit Pauken und Trompeten sehr schön! anfangs zwei Trompetensignale, dann gesanglich, später pompös, dann der Mittelteil in der Subdominante wieder getragen und leise, am Ende nochmals ganz feierlich, so sind Hymnen eben. Alle standen andächtig und lauschten. Jetzt aber die Haydn Concertante, selten gespielt, aber ein wunderschönes Stück. Die Solisten waren unsere eigenen, ich schreibe sie gerne hier auf: Hernando Escobar, Yuki Kasai, Mikayel Hakhnazaryan und Jacob Karwath. Die haben gut gespielt, das war nicht leicht! gleich im ersten Konzert am Anfang, und morgen früh gleich nochmal, aber das nur am Rande. Danach kam die g-moll Sinfonie von Mozart, die Sie natürlich alle kennen, wir auch, und wir haben’s genossen, hat auch gut geklappt, die Leute laut! geklatscht und getrampelt. Nach der Pause Buchbinder gut gelaunt in aller Ruhe Beethoven, wer weiß zum wievielten Male. Ohne Ecken und Kanten, einfach wie’s sein soll, Zugabe und fertig. Noch kurz ins Foyer zum Botschafter, er hat Prosecco dabei, aber nicht zu viel, denn bald ist er ausgetrunken, und wir wieder im Stau zwischen Saal und Hotel.

Die Poolparty dauert an, ist die Musik leiser geworden jetzt um halb zwölf? oder habe ich mich an sie gewöhnt, vielleicht hört sie auch bald auf, ich glaube um zwölf ist Schluss, ich jedenfalls müde und morgen kommt wie gesagt das gleiche Konzert nochmals vormittags um elf und abends ein anderes.

Sie hören dann wieder von mir,

das war Bernhard Jestl.

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Sechster Eintrag, Samstag 6. Januar 2018 – Teil 1

Wenn man so morgens am Strand entlang wandert, warum soll man nicht morgens am Strand entlang wandern? Übrigens steht unser Hotel direkt am Strand, habe ich das bereits erwähnt? Nein? Also unser Hotel steht direkt am Strand, müssen Sie wissen, macht man fünf Schritte, steht man im Nassen. Wenn also man da so entlang wandert morgens um sieben, da fallen einem fünf verschiedene Arten von Vögeln auf. Da sind zuallererst Möwen, solche mit schwarzem und andere mit orangenem Schnabel, aber alle gehen eifrig über den Sand, machen mir Platz, weichen aus als ganze Gruppe und kommen wieder zurück ganz nahe ans Wasser, wo sie alles mögliche finden, stochern herum mit ihren Schnäbeln, oder flattern auf, aber nur zwanzig bis dreißig Zentimeter hoch und lassen sich wieder nieder. Dann gibt es schlanke schwarze Vögel, wie Elstern, aber kleiner, kommen angeflogen, laufen geschäftig durch die Gegend und interessieren sich für Abfälle, die das Hotel so ausspuckt. Sie begutachten alles, was im Sand sich befindet, springen von hier nach da, machen lange Hälse und gucken um die Ecke mit Glotzaugen. Dieselben sitzen auf dem Geländer unserer Frühstücksterrasse und warten, ob etwas für sie abfällt, ständig hoppeln sie seitwärts auf ihrer Stange hin und her und schlagen sich um Krümel. Ähnliche Vögel in glänzendem Braun oder mit grellgelbem Bauch sind etwas kleiner und schlanker, haben deshalb das Nachsehen, sie werden gnadenlos von den Großen weggejagt – beide aber zeichnen sich aus durch gellenden, durchdringenden Schrei. Einer heute morgen hat gewartet, ist langsam immer näher gehoppelt, Unschuld heuchelnd, und zack! – die Dame, die uns Pfannkuchen und Spiegeleier brät, hat ihren Tisch für kurze Zeit verlassen – stibitzte der Vogel sich von den Zutaten, suchte das Weite mit vollem Schnabel. Außerdem gibt es ganz kleine taubenartige Vögel: Mini-Ringeltauben; ganz vorsichtig und unaufdringlich warten sie neben unserem Tisch, ob etwas abfällt, schauen mit gedrehtem Halse immer wieder nach oben, sind aber recht scheu. Endlich am Strande die größten von allen: Reiher, die ganz still ausharren, höchstens dann und wann ein Bein heben, ganz langsam krümmen sie die Zehen und machen einen Schritt vorwärts, dann stehen sie wieder absolut still. Und mit einem Male, nur zwei Meter neben mir, fliegt er los, majestätisch mit langsamem Flügelschlag und gekrümmtem Halse. Aber ich glaube, ich muss einen Absatz machen, das liest sich angenehmer, ich brauche keinen, könnte endlos fortschreiben, aber sehen Sie, hier kommt der Absatz.

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Anderes Vorkommnis: Wenn man den Hotelbereich verlässt, hat man nur noch fünf Meter bis zum Wasser, Platz genug für Menschen, die ihre Dienste anbieten: eine Bootsfahrt zur gegenüberliegenden Insel gefällig? Billig, billig, aber nein, wir sind zum Arbeiten hier, ich im Liegestuhl, der da vorne steht, nein nein, vielen Dank, aber eine Massage, schlendert eine Dame auf mich zu, billig, nicht teuer, und beginnt schon als Demonstration meine Waden zu kneten und mir den Sand von den Füßen zu waschen, hat sie in einem kleinen Plastikeimer Wasser dabei, welches sie mir über die Beine träufelt, danke, danke, keine Zeit, die älteste Ausrede von allen, aber diesmal stimmt es, unser Bus! fährt in zwanzig Minuten und nochmals nach oben schnell umziehen, Geige nehmen und losfahren zum Konzert: Wir spielen nochmals dasselbe wie am Abend zuvor.

Siebter Eintrag, Samstag 6. Januar 2018 – Teil 2

Zwei Konzerte an einem Tag! Das haben wir heute gemacht: also morgens um halb zehn in den Bus und herrlich zügig ohne Stau zum Saal, ja, sehen Sie, so geht’s auch: das ist, weil heute Feiertag ist, die heiligen drei Könige sind da, wir in 20 Minuten gefahren wo wir schon mal eine Stunde gebraucht haben. Wir halten immer an der Stadtmauer, gehen dann durch einen schmalen Durchgang und sind schon beim Theater. Dasselbe Konzert wie gestern, das heißt Concertante, g-moll Sinfonie und Klavierkonzert: Sie können oben nachlesen, wir haben auch wieder gut gespielt, vielleicht bisschen anders, inspirierter oder so, die Leute jedenfalls haben es gemocht. Dann zurück zum Hotel und essen in einem winzigen Restaurant gegenüber, ich sitze direkt am offenen Fenster, das heißt, die Wand hat überhaupt kein Fenster, da sitze ich, esse Fleisch und lese Dostojewski. Vor mir dröhnt es, kommt dann und wann einer vorbei, der was will von mir, ich achte aber nicht darauf, schneide das Stück Fleisch entzwei. Nach dem Essen beim zurück Schlendern noch paar Kollegen getroffen, sie waren woanders Fisch essen, eine von ihnen will eigentlich nur Wasser kaufen, wir trinken aber Kaffe auf der Straße im winzigen Plastikbecher, schwarz bereits mit Zucker drin gegossen aus einer großen Kanne. Ich kaufe noch bei einem anderen Straßenhändler, der vorbei kommt, irgendwas Süßes aus Blätterteig mit Marmelade drauf, sehr lecker. Dann kaufen alle noch Wasser im kleinen Laden, und zurück ins Hotel ein wenig der Ruhe pflegen.

Wie kalt es im Zimmer ist! die Temperatur der Aircondition sagt 21 Grad, es erscheint mir wie 12. Aus schalte ich sie jetzt und relaxe. Später wieder in den Bus, jetzt schon mit mehr Verkehr und zur Probe. Wir spielen heute Abend die Prometheus Ouvertüre von Beethoven, die Sinfonie Nr. 43 von Haydn und das Jenamy-Klavierkonzert von Mozart. Der Solist ist Aaron Pilsan, mit ihm haben wir bereits in München geprobt, deswegen jetzt nur noch eine Anspielprobe, die anderen Stücke haben wir vor zwei Tagen bereits geprobt, lesen Sie gerne den dritten Eintrag, da steht’s. Bisschen Pause und los geht das Konzert, es läuft wie geschmiert, alle sind gut gelaunt und schon anderthalb Stunden später sitzen wir im Bus, der uns zurück bringt – jetzt wieder viel Verkehr, abends gibt es keinen Feiertag – noch was essen vielleicht, ist ja erst neun vorbei, na gut, dann gehe ich jetzt los.

Das war Bernhard Jestl.Content

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Achter Eintrag, Sonntag 7. Januar 2018

Liebe Freunde, was habe ich nicht alles gemacht am 7. Januar!

Aufstehen um 6:15, denn schlafe ich niemals länger, das ist auch gut, denn morgens sind die Temperaturen erträglich, also hinaus an den Strand und wandern. Herrlich um diese Zeit das sanfte Wasser an den Füßen, der dunkle Sand, die niedrige Sonne doch schon stärker als erwartet, aber gehe ich weit bis zur Mauer, die irgendetwas abtrennt, nicht weiter geht die Wanderung, ich müsste abbiegen die Straße längs, lieber kehre ich um und beobachte eine Gruppe Touristen beim morgendlichen Animationsprogramm, nein, ich will gar nicht beschreiben, was das Programm war, schwer zu ergründen der Sinn dieser Tätigkeiten, aber fröhlich alle, das ist doch die Hauptsache, jawohl. Zurück beim Hotel zieht es mich unweigerlich ins Meer zum Schwimmen, nicht eigentlich Schwimmen, es geht ganz flach hinein, man kann sich nur in eine anbrausende Welle werfen, dann die nächste abwarten, sehr windig heute. Nach diesem meinem eigenen Animationsprogramm bin ich bestens vorbereitet für das Frühstück, dort lasse ich mir erst einen Smoothie zubereiten: Papaya, Ananas und eine mir unbekannte kleinere gelbliche Frucht, crushed ice, bisschen Milch….. was soll ich weiter sagen, zurücklehnen und genießen. Später Omelett, frisches Obst mit Limettensaft, Croissant, Kaffee, und jetzt zum Bus! denn wir haben Probe mit Nelson Freire im Teatro Adolfo Mejia.

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Mit ihm spielen wir das fünfte Klavierkonzert von Beethoven, muss ich Ihnen das grandiose Werk schildern, nein! das wäre übertrieben, Eulen nach Athen, bei solcher Musik fehlen mir die Worte, lieber anhören, ich muss über solche Ausnahmewerke nicht sprechen, das haben genug Andere gemacht. Nelson Freire spielt ganz introvertiert, ganz konzentriert – von meiner Position im Orchester habe ich die Gesichter der jeweiligen Pianisten vor mir: das genaue Gegenteil von unserem gestrigen, Aaron Pilsan: dieser exaltiert mit großen Augen und expressiver Mimik drückt aus, was die Musik intendiert, sucht ständig den Kontakt zu Dirigent und Orchester, jener mit fast regloser Miene und freundlich in sich gekehrtem Blick hochkonzentriert erzeugt fantastische Stimmungen. Die Achte Beethoven! Auch so ein Werk, das jede Beschreibung entbehren kann, wer hat euphorischere Musik geschrieben als Beethoven? Niemand. Es gibt Leute, die Beethovens Musik nicht mögen, weil dieser Komponist den Hörern vorschreibt, was sie zu fühlen haben, das kann kein Nachteil sein in meinen Augen, ich lasse jene Euphorie gerne zu und ergebe mich dem Rausch der Achten, ja, bereits in der Probe.

Mittagessen! Jetzt beschreibe ich endlich was zu essen: kennen Sie Ceviche? ein gutes Essen, roher Fisch, Krabben, Zwiebeln, Limetten, dazu Mais und Chips von Kochbananen, wie schön. Als Hauptspeise gebratener Reis mit Oktopusringen, Krebsfleisch, paar Krabben kräftig gewürzt im Topf auf dem Tisch angefacht von kleinem Flämmchen, genug! wir müssen arbeiten. Zu Fuß zur Plaza San Pedro, dort gibt’s einen Soundcheck für unseren Auftritt um 22 Uhr abends. Mikrofone müssen eingestellt werden, denn ohne die würden wir kaum zu hören sein auf dem belebten Platz vor der Kirche, zu stark das Brummen der Stadt ringsum. Also stehen wir und lassen uns die Mikros vor die Violinen schieben, kurz anspielen und fertig.

Wieder zurück zum Saal, wo wir ja um sieben das Konzert haben: Beethoven Achte und 5. Klavierkonzert. Aber noch Zeit, in einem Café zu sitzen, also nicht im Café, sondern davor, zu kalt der Innenraum. Ein schönes Café, man kann Bücher kaufen und Kaffee trinken, ich gönne mir zudem einen Brownie, einen mit Kaffeegeschmack, sehr angenehm der Geschmack. Naja, schon ist Zeit zum Teatro zu gehen, umziehen, spielen. Nelson Freire spielt wunderschön, auch noch eine Zugabe von Gluck, eigentlich ein kitschiges Werk, aber mit dieser Bescheidenheit gespielt sehr bewegend; der Solist zufrieden, glaube ich, und das Publikum auch, übrigens unser Publikum! ich habe selten so begeisterungsfähige Menschen erlebt, fast wie unser Publikum in München, hier ist der Applaus heftig! dafür vergleichsweise kurz, aber rhythmisches Klatschen schon beim zweiten Zurückkommen des Dirigenten und Solisten, auf stehen die Leute von ihren Sitzen und freuen sich, vielen Dank dafür!

Und schon zurück zum Platz an der Kirche, Sie erinnern sich an den Soundcheck, jetzt ist noch eine Stunde Zeit bis zehn, dann geht’s los, aber wir sind nicht die ersten, die spielen, erst um viertel vor elf ist es soweit: die Kleine Nachtmusik ertönt vom Münchener Kammerorchester mit seinem Dirigenten Clemens Schuldt auf der Plaza San Pedro in Cartagena, Kolumbien vor brausender Stadtkulisse, aber wohlverstärkt, damit alle es hören können.

Dieser Beitrag war ganz schön lang, bemerke ich jetzt, es war ja auch ein langer Tag.

Herzlich, Ihr

Bernhard Jestl. 

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Neunter Eintrag, Montag 8. Januar 2018

Die Spanier haben eine Festung gebaut mit Stadtmauer, die auch heute noch fast die ganze Innenstadt von Cartagena umschließt. Diese Mauer ist an manchen Stellen sehr breit, ein Auto könnte da oben zwischen den beiden Außenmäuerchen entlang fahren; dann und wann allerdings ist von der alten breiten Mauer nur noch die äußere schmale vorhanden: nur 1 Meter breit und ungesichert, gleichwohl ist es eine Lieblingsbeschäftigung der Touristen und der Cartagener Liebespärchen gleichermaßen, auf diesen schmalen langen Mauerstreifen zu sitzen, zu flanieren und den Meerblick zu genießen. Man kommt ja kaum aneinander vorbei! und nicht jeder wagt es, zur Seite zu treten und Platz zu machen, manche bleiben in der Mitte stehen und erwarten, dass man ganz am Rande sich entlang ringelt. Es geht auf einer Seite mindestens fünf Meter in den Festungsgraben hinab, an der anderen Seite immerhin bis zu zwei Meter zur Straße hin, wer will da ausrutschen. Ich habe keine Angst vor Höhen und trotzdem erschien es mir nicht einfach, da oben entlang zu gehen, besonders, weil der Weg relativ holprig ist, weil die tiefstehende Sonne blendet, weil ich glatte Klappersandalen trage und weil andere Menschen es nicht lassen können, mit ihren vermaledeiten Selfiestangen in der Gegend herum zu stochern. An einer Stelle sogar ist die Mauer nur noch einen halben Meter breit und abgeschrägt, eine Einbahnstraße, die trotzdem frequentiert wird, ganz konzentriert schleichen die Leute mit kleinen Schritten diese zehn Meter lange Schlüsselstelle entlang und genießen ihr Solo sichtlich, wenn sie es geschafft haben. Also, hätte ich gute Schuhe angehabt, ich weiß ja nicht…..? So aber beobachte ich die Mutigen und erfreue mich am Sonnenuntergang.

Überhaupt quillt die Stadt über; besonders am Abend schieben sich die Leute durch die engen Gassen, da wird Wasser verkauft, dort Empanadas, dann wieder Obst im Becher, oder auch Souvenirs für die Gäste, Sonnenbrillen, Sonnenhüte haufenweise, wer soll das alles kaufen? Manche sehr dunkelhäutige Verkäuferinnen tragen grellbunte Gewänder mit Kopfbedeckungen aus bunten Tüchern – gekleidet wie die Bediensteten aus der Kolonialzeit. Polizei auf Motorrädern mittendrin, oder private Security, endlos drängeln Kutschen sich voran, manchmal zehn hintereinander, die armen Pferde, man lässt sich chauffieren und der Kutscher erklärt die Gebäude: Kirchen, Palazzi mit wunderschön alten Holzbalkonen voller bunter Blumen, die Häuser in allen Farben gestrichen, die Welt ist farbig und laut, Musik aus allen Ecken, jedes Restaurant hat seine eigene, und steht man auf der Stadtmauer, hört man alle gleichzeitig.

Das war Bernhard Jestl.

Zehnter Eintrag, Mittwoch 10. Januar 2018

Liebe Freunde, jetzt kommt die Schilderung unserer beiden letzten Konzerte, das eine im unserem Teatro Adolfo Mejia. Auf dem Programm stand die Linzer Sinfonie von Mozart und das Klavierkonzert in d-moll KV 466. Martin Stadtfeld an den Tasten interpretierte das Werk auf seine unkonventionelle Art mit leidendem Gesichtsausdruck, habe ich ja schon erwähnt, dass ich den Pianisten ins Gesicht schauen kann, nicht auf die Finger, umso besser, denn im Gesicht gibt’s Unterschiede, besonders dort. Stadtfeld eher die Tastatur und seine Hände gleichsam negierend: in Abwehrhaltung scheint er den Kopf wegzudrehen, das muss so sein bei ihm, genauso wie Freire mit gesenktem Blick seine Hände beobachtet, Pilsan mit begeisterten Augen zur Decke blickt und Buchbinder freundlich konziliant den direkten Kontakt mit dem Dirigenten sucht. Wir erwarten ja exorbitante Leistungen von den Solisten, da haben sie ihre individuellen Besonderheiten verdient.

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Das letzte Konzert findet in der Kirche eines alten Klosters statt, mitten in der Stadt steht es an trubulösem Platze. Jetzt ist es umgebaut zu einem Hotel mit Innenhof, dem ehemaligen Kreuzgang, zweistöckig umfassen die Arkaden die palmenbestandene Mitte, drehen schlecht geölte Ventilatoren sich, ein unablässiges Quietschen von sich gebend. Heiß und stickig ist es in diesem Innenhof, fehlt ja die leichte Brise, die doch dann und wann vom Meer her weht und einem den Abend versüßt. Ein luxuriöses Hotel aber ist aus dem Kloster geworden. Die Sinfonie Nr. 103 von Haydn haben wir dort gespielt und das D-Dur Cellokonzert. Der Solist war Santiago Canon Valencia, ein erst 22-jähriger kolumbianischer Cellist.

Für uns boten die beiden letzten Tage der Reise nochmals angenehme Urlaubsgefühle, nach den sehr anstrengenden drei ersten: zwei Vormittage, die man geruhsam am Strande verbringen kann, sich in die Wellen werfen, Mangos essen, Buch lesen, die Palmen entlang schlendern, Kaffee trinken und was man eben so im Urlaub macht, vielen Dank.

Wir haben herrliche Werke gespielt, lesen Sie einfach nochmals oben nach, dann wird Ihnen auffallen, wie grandios unsere Programme waren; ich habe in diesen Tagen einen wesentlichen Unterschied bemerkt, oder bestätigt bekommen: hören Sie doch mal hintereinander etwa die Sinfonie 103 von Haydn und danach die g-moll Sinfonie von Mozart sich an. Spüren Sie es? also ich bemerke, dass Mozart mein Herz trifft, Haydn nicht, Haydn trifft nur meinen Verstand. Aber der zweite Satz von 103 ist doch wirklich hübsch! Das würde man von Mozarts Musik niemals sagen, die ist nicht hübsch, dieses Adjektiv würde seine Musik herabwürdigen. Ich mache es beispielsweise an der Behandlung des Fagotts fest: Haydn benutzt dieses Instrument zumeist in humoristischer Weise als Spaßmacher unter den Bläsern. Nicht so Mozart, niemals! im Gegenteil: achten Sie doch beim Anfang der Reprise im ersten Satz der g-moll Sinfonie auf das Fagott! Der Komponist schafft es, in diesem Moment zu aller dramatischen Tragik noch eine kleine menschliche Floskel einzubauen: sieben Töne und die Sinne schwinden einem.

Das war mal wieder – heute etwas tiefsinnig

Ihr Bernhard Jestl. 

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Elfter Eintrag, Donnerstag 11. Januar 2018

Liebe Freunde, als letzten Gruß aus Kolumbien der Blick aus meinem Hotelzimmer, aber nein, es gibt kein Bild, also erlauben Sie mir, Ihnen zum Abschluss noch den Blick zu beschreiben: geradeaus sehe ich ganz am Horizont ein schmales Stück Land, das ist die vorgelagerte Insel, auf die man mit den wackeren Bootfahrern übersetzen könnte, einen Tagesausflug machen! Billig! Weiße Strände, Palmen und noch alles mögliche gibt es dort. Diese Insel kann ich ganz hinten erkennen. Davor dehnt das Meer sich aus, blau, mal grün, dann wieder grau, anderntags mit länglichen Schaumkronen, oder auch eher glatt, das kommt auf die Lichtverhältnisse und das Wetter an. Kleine Boote voller Touristen fahren hinüber zur Insel, auch große Schiffe liegen scheinbar unbeweglich da, aber doch langsam unterwegs zum Hafen von Cartagena. Wenn ich den Blick nach links wende, fallen mir weit hinten paar Hafenanlagen auf, recken Kräne ihre dürren Knochenarme empor, bisschen dunstig, nicht genau zu sehen, was da vor sich geht. An der rechten Seite bremsen hohe Palmen meinen Blick, flattern aber die bereits erwähnten schwarzen, braunen und gelben langschnäbeligen Vögel durch das Geäst immer auf der Suche nach Essbarem. Im Vordergrund ein siebeneckiger Swimmingpool mit daran hängender Bar, sitzen Leute bis zum Bauch im Wasser auf Hockern und schlürfen ihre exotischen Drinks. Poolboys mit langen Stangen haben frühmorgens bereits den Boden des Schwimmbades geputzt, also glänzt alles blitzsauber hell bläulich. Rundherum unter einem länglichen Dach stehen Liegen – fast alle bereits belegt mit dunkelblauen Tüchern – es gibt also überall Handtuchreservierer, wie Sie sehen. Ich blicke hinunter auf das Treiben: Kinder rennen, planschen im seichten Becken voller bunter Bälle, Gäste auf der Suche nach der letzen freien Liege, Angestellte in olivgrünen Hemden bringen Getränke und Snacks, ja sogar Animation gibt es, zu diesem Zweck wird eine laute! Musik abgespielt, versucht ein hektischer durchtrainierter Mensch mit Trillerpfeife die schlappen Körper im Schwimmbecken zum Hopsen zu bringen. Dann und wann schlendert ein Orchestermitglied vorbei, aber die haben ja keine Zeit! müssen üben. – Mehr, liebe Freunde, gibt’s wirklich nicht zu sehen aus meinem Fenster.

So, das war’s, jetzt kommt nichts mehr.

Bis bald im Prinzregententheater, herzlich Ihr

Bernhard Jestl.

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